Eiblsteekontor

  • Schwarz & Oolongtees

    Der Schwarztee sollte mit kochendem Wasser überbrüht werden. (Sollten Sie in einer Gegend mit hoher Wasserhärte wohnen auch etwas stehen lassen, damit der Kalk ausfällt.) Zarte Darjeelings würde ich auch nur 2 - 2,5 Min. ziehen lassen. Gerbstoffarme Teesorten können etwas länger ziehen.Tee sollte immer lose aufgebrüht werden, damit die Blätter sich frei entfalten können und der Tee sein volles Aroma entwickelt. Das heißt, Sie brauchen 2 Kannen. In die eine geben Sie das lose Teeblatt, gießen es mit entsprechendem Wasser auf und gießen nach der vorgegebenen Ziehzeit durch ein Haushaltssieb in die gut vorgewärmte Servierkanne ab. In den ersten 1 - 2 Min. werden die Coffeine fast gänzlich ohne die Gerbstoffe gelöst. Ab ca. 3 Min. lösen sich die Gerbstoffe und der Tee fängt an zu bittern.

  • Allgemein

    Wichtig ist die Qualtität des Wassers. Es sollte möglichst kalkarm und chlorfrei sein. Alte japanische Teemeister bevorzugten reines Quellwasser.
    Da wir dieses aber selten zur Verfügung haben, sollte man kohlensäurearme Wässer aus dem Handel kaufen oder sich mit der Anschaffung eines Wasserfiltersystems auseinander setzen. Die zarten Darjeelings und grünen Tees bevorzugen weiches Wasser. Die kräftigen Assamsorten, Ostfriesen- und Brokentees sind nicht ganz so anspruchsvoll und kommen auch mit hartem Wasser zurecht.

  • Die unterschiedlichen Brüharten

    Tee ist neben Wasser, das am meisten konsumierte Getränk der Welt. Jede Region hat eigene Traditionen und Riten der Teezubereitung. Manche ergaben sich aus Notwendigkeiten, einige aus praktischen, andere aus spirituellen Gründen

    China

    zuerst galt Tee in China als Arzneimittel, später wurde es zur Meditation getrunken. Jahrhundertelang war Tee nur der Oberschicht vorbehalten. Heute ist dieses Getränk aus keinem chinesischen Haushalt mehr wegzudenken. Zum Zeichen des Respekts werden Gäste mit einer Tasse Tee begrüßt. Er wird vor und nach dem Essen serviert. Teehäuser sind in China beliebte Treffpunkte. In China findet man den Tee auch in ganz bizarren Formen angeboten, z.B. als gepressten Ziegeltee oder als handgeküpfte Teerose.

    Japan

    hat das ausgeprägteste Teeritual. Die TEEZEREMONIE, in welcher Religion, Kunst und Philosophie miteinander verbunden sind. Bei der Zeremonie ist alles auf Einfachheit ausgelegt. Das Teehaus ist spärlich aber mit einem hohen ästethischen Anspruch eingerichtet, die Bewegungen des Meisters und der Gäste auf das Äußerste reduziert. Jedes Detail der Zeremonie ist vorgeschrieben. Es bedarf einer langen Lehrzeit um Teemeister zu werden. Bei der langen Form der Zeremonie wird zwischendurch ein Mahl gereicht, bei der kurzen Form serviert man etwas Gebäck. Zu der Zeremonie wird ausschließlich der pulverisierte MATCHATEE verwendet, welcher mit einem Bambusbesen (Chasen) schaumig geschlagen wird. Die Zeremonie möchte folgendes vereinen: Harmonie mit der Natur, Respekt für den Anderen, Reinheit des Geistes und innere Seelenruhe.

    Mongolei

    hier lässt man den Tee mit Yakbutter ziehen, seiht ihn anschließend ab, gibt Milch hinzu und erhitzt ihn erneut.

    Tibet

    hier würzt man den Tee mit Salz und rührt ihn mit Milch und Yakbutter an. Tee ist ein Zeichen der Gastfreundschaft. Tibetische Mönche achten ihn als heilige Gabe.

    Russland

    hier serviert man den Tee aus dem Samowar. In der oberen Kanne wird ein starker Teeextrakt angesetzt und aus dem Bauch des Samowares entnimmt man das heisse Wasser. Dazu isst man eine Art Konfitüre, über die der starke leicht geräucherte Tee geschlürft wird.

    Türkei

    hier wird ebenfalls starker Tee aus Samowaren getrunken.

    Ägypten

    hier wird starker Tee von nicht sehr hochwertiger Qualität getrunken. Die Teehäuser sind Domänen der Männer.

    Marokko

    hier trinkt man den grünen GUNPOWDER mit aromatischer Nanaminze versetzt.

    England

    hier trinkt man einen kräftigen Tee mit Milch, wobei immer erst die Milch in die Tasse kommt. Zum Nachmittagstee reicht man Biscuits, aber auch gehaltvolle Sandwiches und Pasteten.

    Frankreich

    hier werden vor allem hochwertige Kräutertees getrunken. In den Salons de The wird als Schwarztee vor allem der EARL GREY bevorzugt. In normalen Cafes gibt es eher mindere Qualitäten.

    Amerika

    hier ist aus einer Notlage auf einer Weltausstellung der EISTEE entstanden und bis heute der beliebteste Tee der Amerikaner. Aus Amerika kommt auch die Idee mit den Teebeuteln.

    Deutschland (Ostfriesland)
    hier wird ein kräftiger Ostfriesentee mit Sahne und Kluntjes getrunken. Der Ostfriese geniesst seinen Tee in drei Schichten, erst das Wölkchen Sahne, danach der herbe Tee und zum Schluß die süssen Kluntjes. 3 Tassen sind Minimum - wenn man danach nicht mehr trinken möchte bitte den Löffel in die Tasse stellen. In Ostfriesland wird 10 mal mehr Tee getrunken als im Rest Deutschlands.

  • Inhaltstoffe im Tee

    Coffein
    1 Liter Tee enhält 150- 350 mg
    1 Liter Kaffee 350-1100 mg

    Die Aufnahme von 50-200 mg wirkt anregend, leistungsfördernd und beseitigt Ermüdung. Bei Mengen von 400-500 mg können Herzrasen und Schlaflosigkeit auftreten. Coffein im Tee wirkt vorrangig über die Stimulation des vegetativen Nervensystems und nicht wie bei Kaffee durch die Freisetzung von Adrenalin. Coffein im Kaffee ist an Kalzium gebunden, welches durch die Salzsäure im Magen schlagartig freigesetzt wird. Dadurch wird die schnell aufputschende Wirkung erzielt. Coffein im Tee ist an die Gerbstoffe gebunden, die dieses nur langsam an den Körper abgeben. Dadurch erfolgt die Anregung langsamer, dafür aber langanhaltender.

    2 - 3 Minuten Ziehzeit - anregend zu Gunsten des Coffein
    4 - 5 Minuten Ziehzeit - eher beruhigend, vor allem auf den Magen-Darm-Trakt
    zu Gunsten der Gerbstoffe

    Geruchs- u. Geschmacksstoffe sind neben der anregenden Wirkung wichtig für den Genusswert von Tee. Während die Geschmacksstoffe für die bitteren, zusammenziehenden Noten im Aromaprofil verantwortlich sind, sind es die Geruchsstoffe für die Sinneseindrücke in vielfältiger Ausprägung. Bis heute sind ca. 350 dieser flüchtigen Stoffe im Schwarztee und ca. 700 im Grüntee nachgewiesen.

    Fluorid - Im allgemeinen enthalten Lebensmittel nur 1mg/100g, Teeblätter haben einen Wert von 20mg/100g. Fluorid wirkt zur Kariesprophylaxe, verbessert die Widerstandsfähigkeit der Zähne und härtet den Zahnschmelz. Ebenso reduzieren die im Tee enthaltenen Polyphenole die Plaquebildung und somit die Demineralisierung des Zahnschmelzes.

    Calzium - sorgt für starke Knochen und schützt ebenfalls die Zähne

    Eisen  - Sauerstoffversorgung der Zellen

    Kalium - ausgeglichener Zellstoffwechsel

    Magnesium  - wichtig für die Knochenstruktur

    Phosphor  - Knochenaufbau/Energiestoffwechsel

    Zink  - Immunabwehr und Wachstum

    Vitamine
    Folgende Vitamine sind im Tee enthalten: A,B,B2,B12,C und E. Grüner Tee hat einen besonders hohen Anteil an Vitamin C. Dieses Vitamin unterstützt die Gehirnfunktion, sorgt für straffe, klare Haut und starke Muskeln, es schützt die Körperzellen und stärkt unsere Abwehrkräfte und verlangsamt den Alterungsprozess. Lange Lagerung zerstört Vitamin C. Beim Schwarztee wird durch den Fermentationsvorgang ein nicht geringer Prozentsatz dieses Vitamines zerstört. Das Dreigestirn Vitamin E, Provitamin A und C sind im Verbund ein guter Fänger freier Radikaler. Fünf Tassen grüner Tee pro Tag decken den Bedarf an diesen Vitaminen bei einem Erwachsenen.
    Eine weitere interressante Wirkstoffgruppe ist die der sekundären Pflanzenstoffe z.B. Catechine, Flavanoide und Polyphenole. Ein besonders wichtiges Catechin ist das EPIGALLO-CATECHIN-3-0-GALLAT = EGCG. Dieses Catechin ist ebenfalls ein wertvoller Radikalenfänger und hält Schadstoffe von den Zellen ab. Flavanoide schützen vor Entzündungen und Infektionen und steigern die Immunabwehr.

    Gerbstoffe
    Gerbstoffe haben eine ähnlich blutverdünnende Wirkung wie Aspirin. Ca. 12 % Gerbstoffe sind im Tee enthalten. Sie hemmen die Blutgerinnung und verhindern, das Blutfette z.B. Cholesterin sich an den Gefäßwänden absetzen können. Dieses beugt Herzinfarkt vor. Je länger ein Tee fermentiert wird, um so weniger Gerbstoffe enthält er.

  • Teeherstellung (orthodoxe Methode)

    Schwarz- und Grüntee stammen beide von der gleichen Teepflanze. Während der Schwarztee im Verarbeitungsprozess fermentiert wird, - das heißt beim Rollen des Blattes brechen die Zellwände auf, der Zellsaft tritt aus und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft - entfällt dieser Vorgang bei der Grünteeherstellung.
    In China werden die Teeblätter in großen Pfannen geröstet und in Japan werden sie mit Wasserdampf bedämpft. Dadurch werden die Enzyme im Blatt inaktioiert und können nicht fermentieren. Diese Behandlung ist schonender und die wichtigen Inhaltsstoffe des Teeblattes werden nicht beschädigt.
    Kleine graphische Darstellung: Daraus entstehende Blattgrade:
     tpl/images/topics/graphische-Teeherstellung.gif

    GT = Golden Tip = Blattknospe

    GFOP = Golden Flowery / Orange Pekoe = 1. junges Blatt mit flaumig behaarter Blattspitze

    OP = Orange Pekoe =2. Blatt mit silbriger Spitze

    P = Pekoe = 3., etwas kürzeres und breites Blatt

    PS = Pekoe Souchong = 4. dickes Blatt

    S = Souchong = 4./5. grobes und breites Blatt

    Die meisten und wichtigsten Teeinhaltsstoffe sind in den ersten beiden Blättern und der Blattknospe enthalten.
    Beim CTC Verfahren wird das Blattgut maschinell in einem Arbeitsgang zermalmt, zerrissen und gerollt. Man erhält ein gleichmäßiges Blattgut. Diese Tees haben wenig Aroma, da sich durch die wenig schonende Behandlung viele Aromastoffe verflüchtigen.
    In unserem Angebot halten wir fast ausschließlich Tees aus orthodoxer Herstellungsmethode für Sie bereit.
  • Rote Grütze Gelee

    70 g Rote Grütze Tee
    750 ml Wasser
    200 ml trockener Rotwein
    Saft von 1 Zitrone
    1 kg Gelierzucker

    Den Tee mit dem kochenden Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen lassen und abgießen.
    Den Rotwein, Zitronensaft und Gelierzucker nach Angabe weiterverarbeiten.
    Dieses Gelee kommt ganz ohne Früchte aus und ist schnell zwischendurch gemacht.

  • Grüntee

    Das Wasser aufkochen und danach abkühlen lassen. Je hochwertiger der Tee, umso kühler sollte das Wasser sein. Besonders hochwertige Sorten bei 55 - 65 °C die übrigen bei 75 - 85 °C aufbrühen. Bei zu heißem Wasser zerstört man die hochwertigen Eiweiße, der Tee kann nicht sein volles Aroma entfalten und er kann leicht bittern. Die hochwertigen Sorten 1,5 - 2 Min., einfachere Sorten wie z.B. Bancha nur 45 - 60 Sek. ziehen lassen. Bei weiteren Aufgüssen jeweils 20 - 30 Sekunden. Bei hochwertigen Sorten sind mehrere Aufgüsse möglich. Wichtig für die Qualität des aufgebrühten Tees ist die frische Zubereitung. Ein Stövchen zerstört das feine Aroma. Tee sollte immer lose aufgebrüht werden, damit die Blätter sich frei entfalten können und der Tee sein volles Aroma entwickelt. Das heißt, Sie brauchen 2 Kannen. In die eine geben Sie das lose Teeblatt, gießen es mit entsprechendem Wasser auf und gießen nach der vorgegebenen Ziehzeit durch ein Haushaltssieb in die gut vorgewärmte Servierkanne ab. In den ersten 1 - 2 Min. werden die Coffeine fast gänzlich ohne die Gerbstoffe gelöst. Ab ca. 3 Min. lösen sich die Gerbstoffe und der Tee fängt an zu bittern. Neben Bodengüte und Anbaulage sind auch die klimatischen Einflüsse für die Güte das Tees von Wichtigkeit. Im zeitigen Frühjahr - nach der Winterpause - wirken sich das Zusammenspiel der Frühjahrssonne und der Nebel-und Niederschlagsverteilung positiv auf Aroma- und Inhaltstoffe aus. Daher gilt Grüntee aus den ersten Pflückungen als der Ergiebigste und Beste.

  • Teepflanze und Anbau

    Es gibt zwei Grundpflanzen Thea sinensis und Thea assamica. Sie gehören zur Familie der Kameliengewächse. Ursprünglich war die Teepflanze ein immergrüner, baumförmiger 4-15 Meter hoher Strauch mit gelblich-weißen Blüten und hartschalig, haselnussartigen Früchten. Die Blätter sind leicht gezahnt und können bis zu 12cm lang werden. Junge Blätter zeigen einen leichten Flaum auf der Unterseite. Teepflanzen gedeihen im subtropischen Gürtel rund um den Äquator bis zu einer Höhe von 2500m über N.N. Heute werden fast nur noch Kreuzungen der beiden Urpflanzen verwandt, da diese ertragreicher, widerstands-fähiger, feiner und aromatischer sind. Die Teepflanzen werden heute auf ca. 1 Meter zurückgeschnitten, wodurch die Pflanze in ihrer vegetativen Phase bleibt und immer neue Blätter austreibt. Desweiteren lässt er sich in dieser Höhe gut pflücken. Gepflückt werden üblicherweise die jüngsten Triebe und die Blattknospe (two leaves and a bud).

  • Kleine Übersicht der Teeanbaugebiete

    Wir halten eine große Auswahl hochwertiger Schwarz - und Oloongteesorten aus folgenden Anbaugebieten für Sie bereit: Indien (Darjeeling, Assam, Nepal, Nilgiri), Ceylon, China, Afrika (Kenia), Formosa und Sumatra/Java.
    Darjeeling und Assam sind wohl die bekanntesten Teesorten der Welt. Der Darjeeling ist der Champagner unter den Tees, hat eine hellgelbe bis goldene Tasse und ein zart duftiges, leicht nussiges Aroma. Aufgrund der geographischen Höhenlage (oberhalb 2000m) wächst der Tee nur sehr langsam und kann so sein feines Aroma entfalten. Die Tees werden ausschließlich von Hand gepflückt und sorgfältig verarbeitet.
    Eine Pflückerin muss für 1kg fertigen Tee 4-5kg Teeblätter pflücken. Bei Spitzentees sogar 10-12kg. Der Assam hat eine dunkle Tasse und ein vollmundiges, malzig-würziges Aroma. Assam ist das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Assam ist oft Grundlage für unsere Ostfriesentees, verträgt sich gut mit härterem Wasser und wird gerne mit Milch, Sahne und Kluntjes getrunken. Nepal ist ein Nachbarstaat Darjeelings und diese Tees bieten eine gute Alternative zu den Darjeelingtees, sind preiswerter und etwas kräftiger. Nilgiri ist ein Hochlanddistrikt in Südindien. Die Tees sind qualitativ guten Ceylontees ebenbürtig. Die Kaltwettertees von Januar bis März sind besonders gute Qualitäten. Ceylon ist das drittgrößte Teeerzeugerland der Welt. Ceylontees sind frisch-herb und haben eine gold-rote Tasse. Bekannte Anbauregionen sind Nuwara-Eliga, Uva und Dimbula.
    China ist zweitgrößtes Teeanbaugebiet der Welt, jedoch größter Teeproduzent und die Wiege des Tees. China produziert Schwarz-, Grün-, sowie die halbfermentierten Oolongtees. Desweiteren Spezialitäten wie Rauchtees und die feinen Blumentees (bekanntester Vertreter der Jasmintee). Tee ist das traditionellste Getränk in China und jede gute Mahlzeit endet mit einer Tasse Tee. Afrika deckt 8% der Weltproduktion. Sie produzieren gute Qualitäten besonders geeignet für Mischungen. In Kenia werden gute Brokentees, aber auch einige gute orthodox verarbeitete Blatttees hergestellt. Die Tees sind frisch, kräftig, spritzig. Java und Sumatra decken 6% der Weltproduktion. Die Tees sind eher stark und dunkel im Abguss und werden gern für Mischungen genommen. Es gibt auf beiden Inseln eine ganzjährige Ernte. In Japan wird ausschließlich Grüntee produziert. Auf der Hauptinsel Houshu, sowie Shikoku und Kyushu werden gute Grüntees von sehr frischem, klaren Charakter kultiviert. Haupterntezeit ist zwischen April und September. Seit 840 wird in Japan Tee produziert und der Genuss und die Zeremonie des Teetrinkens (jap. Teezeremonie) haben die Kunst und die Religion stark beeinflusst.

  • Impressionen unseres Ladengeschäfts

Artikel 21 bis 30 von 30 gesamt

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